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Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?
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THEMA: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

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Holger Schossig
Karriere ist kein Wattepusten
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Texter gesucht Ort: Fürth
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Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 6 Monaten, 3 Wochen

Ich hatte gerade eine Anfrage, ob ich Kurzgeschichten schreibe. Bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt, vor allem, weil ich schon so ca. 10 Stück habe. Die würde ich auch u.U. verkaufen. Doch der Fragesteller aus der Mail gerade hat mich schon leicht amüsiert.

Er meinte, er würde gerne eine Kurzgeschichte haben, die er dann in ein Ebook mit aufnimmt und uneingeschränkt verkaufen würde. Diese Zustimmung müsste ich ihm natürlich geben, klar. Er stelle sich so 5-10 Seiten vor und würde pro Seite 3 € bezahlen...

ich weiß ja nicht, was sich die Leute immer so alles vorstellen, aber der hat doch nen Sprung in der Schüssel!

Dazu nun aber meine Frage, denn mit dem Thema hab ich mich noch nie beschäftigt. Hat jemand einen Anhaltspunkt, wie viel man für solche Kurzgeschichten verlangen kann? Hat jemand vielleicht schon mal welche verkauft?

 

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Alexandra Wagner
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alexaeastwest Ort: Ansbach, Mittelfranken
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 6 Monaten, 3 Wochen

Ich bekomme 35€ für rund 1.000 Wörter, die Geschichten werden online in einem Blog veröffentlicht. Den Preis finde ich ganz angemessen, zusätzlich mag ich das Thema und Recherche findet nur in den Tiefen meines Kopfes statt

3€ pro Seite ist wirklich lächerlich...

 
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
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Manuela
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crazytiger@live.at Ort: Wien
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 6 Monaten, 3 Wochen

Ich habe bis jetzt nur an Kindergärten u.ä. verkauft, aber auch hierbei ist der Preis nicht unter 10 Euro gelegen!

Im Schnitt bekomme ich für eine Kurzgeschichte mit 5 - 6 Seiten ca. 20 Euro.

Für Geschichten, welche auch von Kasperle-Theater gespielt werden können, bekomme ich meistens zwischen 20 und 40 Euro - je nach Länge!

Aber für den von Dir genannten Preis würde ich nur einer Veröffentlichung zustimmen, ohne jedoch die Rechte abzugeben!

 
Suchst Du Texte schnell und fein, dann schau doch einmal bei mir rein!
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Frank Hoese
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 2 Wochen, 5 Tagen

Da gilt wie meistens: grundsätzlich herrscht Vertragsfreiheit. Theoretisch kannst du verlangen, worauf du und dein Auftraggeber euch einigen könnt. In der Praxis bestimmen allerdings meistens die Verlage die Honorare, und du kannst dir aussuchen, ob du das vorgeschlagene Honorar akzeptierst oder nicht - und dann eben auch nicht veröffentlichst.
Das reicht in Deutschland von Null Komma garnix (DKZ wollen wir mal außen vor lassen, wir wollen ja Geld verdienen und nicht berappen) bis zu einem Hunderter für drei Standardseiten á 30x60. Leider werden Kurzgeschichten von unbekannten Autoren/innen von den großen Publikumsverlagen nicht mal mit der Kneifzange angefasst, so dass sich der Markt auf Magazine und Kleinverlage beschränkt. Magazine, die größeren Verlagen zugehören, zahlen Honorare, kleinere Publikationen tendenziell eher nicht - nachfragen lohnt sich. Meistens springt nicht besonders viel dabei heraus. Oder nur ein Belegexemplar. Wichtig ist in jedem Fall, den richtigen Verlag anzusprechen, nämlich den, der auch das Genre, das man anbietet, bedient. Ohne vorherige Marktrecherche läuft da nichts. Es gibt auch Portale, auf denen man aktuelle Ausschreibungen recherchieren kann, da steht meistens auch, ob es ein Honorar gibt oder nicht.
So etwas wie einen fairen Stundenlohn darf man jedenfalls nicht für eine Kurzgeschichte erwarten - rechnet euch das mal selbst aus: Wenn zehn Prozent des Nettoladenverkaufspreises (wenn man so viel kriegt) bei 500 verkauften Exemplaren á 10 Euro (was für eine deutschsprachige Antho schon außerordentlich gut ist) durch 20 Autoren geteilt werden, sind das 25 Euro pro Nase. Bei der Zeit, die man in eine gute Story investieren muss, ist das schon ein wenig ernüchternd. Aber meistens kriegste eh nix außer einem Belegexemplar...

 
Letzte Änderung: 15.08.2010 03:25 von jimi67.
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Bettina Eisenschmidt
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 2 Wochen, 4 Tagen

Ich persönlich strebe keine Veröffentlichung für meine Kurzgeschichten im guten, alten Medium Buch an. Außer es wäre für mich im Einzelfall eine Liebhaberei, die sich mir anböte. Geschichten für Webseiten und Blogs zu schreiben ist lukrativer, denn wer Kurzgeschichten kauft, verfolgt auch ein Ziel damit. Der ROI ist für den Kurzgeschichtenkäufer sicherlich gegeben, wenn er etwas von seinem Geschäft versteht. Und diese Leute sind auch bereit faires Geld für eine qualitative Kurzgeschichte auszugeben.

Vielen Dank, Frank, für den interessanten Einblick auf deine Erfahrungen. Sehr spannend.

 
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Frank Hoese
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 2 Wochen

Bettina Eisenschmidt schrieb:
Vielen Dank, Frank, für den interessanten Einblick auf deine Erfahrungen. Sehr spannend.

Gern geschehen. Aber was ich spannend finde - welche Websites kaufen denn Kurzgeschichten? Ich könnte aus dem Stand zwei Dutzend aufzählen, wo man welche honorarfrei veröffentlichen kann - aber dass es da auch einen Markt gibt, ist mir bisher, wie ich gestehen muss, entgangen.

 
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Bettina Eisenschmidt
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Aw: Kurzgeschichten - wie viel kann man verlangen?

vor 1 Woche, 6 Tagen

Zugegebenermaßen überwiegend im Erotikbereich, von romantisch bis hart. Liegt nicht jedem. Sehr selten erhielt ich schon Anfragen zu Kurzgeschichten und Geschichten, die andernorts angesiedelt waren.

Wenn es passend ist, lege ich auch Kunden hier und da eine Kurzgeschichte nahe, die ihm helfen wird, sein Produkt oder seine Dienstleistung an den Mann und die Frau zu bringen. Im Non-Erotik-Bereich.

 
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