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Eigene Wege

Gestern bin ich endlich mal wieder zum Hausaufgaben machen gekommen.

Da die eine schnell fertig war, dachte ich mir: Okay, hängst noch schnell eine hinten an. Bist eh im Verzug.

Kurzgeschichten!!!

Ist es euch schon passiert, dass ihr die Geschichte im Kopf hattet und beim Schreiben hat sie sich plötzlich verselbstständig?

Ist mir gestern so gegangen. Es sollte eine hübsche kleine Pferdegeschichte werden. Doch irgendwie kam beim Schreiben eins zum anderen und schon nach der ersten Seite musste ich feststellen, da werden traurige Erinnerungen geweckt. Da ich ein Sensibelchen bin, liegt sie nun natürlich erst mal fest.

Tja, was mache ich nun? Neu schreiben? Wäre schade, da der Anfang wirklich toll ist. Oder unter Tränen weiter schreiben?

 

Wie ist das hier bei den Schreibenden? Wenn eure Geschichten plötzlich andere Wege gehen, nehmt ihr die auf oder lasst ihr sie links liegen und versucht am ersten Muster festzuhalten?

Beitrag geschrieben von Gabi am Vor 554 Tagen
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Andreas K.
Wenn ich eine Kurzgeschichte schreibe, dann denke ich mir zuerst die Charaktere und eine grobe Handlung aus. Beim Schreiben entwickelt sich die Geschichte. Habe im vergangenen Jahr eine Kurzgeschichte geschrieben, wo ich die Trennung von meiner Freundin verarbeitet habe.

Dann habe ich vor fünf Jahren mal eine Kurzgeschichte geschrieben, die ebenfalls biographisch ist und ich dieses Jahr etwas ergänzt habe. Ich schreibe gerne Alltagsgeschichten und SF-Geschichten. Meine letzte große Geschichte "Der Fahrradkurier" war aber ein Krimi mit über 20 Seiten Umfang. Daran habe ich rund zwei Jahre geschrieben.
Vor 469 Tagen
 
Gabi
Lach...genau dafür hatte ich mir ein Diktiergerät zugelegt. Nur sollte man das auch dabei haben.

Vor 554 Tagen
 
Bettina Eisenschmidt
Wenn es Vorgaben gibt, gilt es einen Plot zu entwerfen, nach dem du dich richtest. Jedoch selbst mit geplanten Handlungssträngen ergeben sich beim Schreibprozess Änderungen aus diversen Gründen. Mit einem vorab erstellten Grundgerüst ist es möglich, die Vorgaben einzuhalten.

Ich verstehe sehr gut, dass du es schade findest, den zuerst geplanten Ablauf nicht mehr genau in Erinnerung zu haben. Daher notiere ich mir solche Ideen, nachdem ich mich oft genug geärgert hatte. ;-)
Vor 554 Tagen
 
P. Katharina Thölken
Wenn es Vorgaben gibt, bleibst Du bei den Vorgaben - ganz einfach. Du kannst ja immer noch eine Version schreiben, die davon abweicht. Daran hindert dich ja niemand.
Vor 554 Tagen
 
Gabi
Hm, ich habe keine Sorge, dass der neue Verlauf irgendwann hängt. Die erste Version ist fast völlig aus meinem Kopf verschwunden. Kann mich kaum noch erinnern, was ich eigentlich auch als schade empfinde.
Der Vorteil ist natürlich, ich habe bei Hausaufgaben einen freien Handlungsspielraum. Sollte ich mich morgen für eine Geschichte mit Blümchen und Bienchen entscheiden, ist das auch egal. Es geht ja nur um den Schreibstil, die Phantasie, das Handwerkszeug.
Aber was macht man, wenn es Vorgaben gibt?
Vor 554 Tagen
 
P. Katharina Thölken
Lass die Tränen ruhig laufen, sie sind sozusagen der Fluss, auf dem die Geschichte treibt. Und es ist spannend zu sehen, wohin er dich führt. Vertrau darauf, dass sie an ein Ziel kommt, das zwar unerwartet, aber meistens umso interessanter ist.
Vor 554 Tagen
 
Bettina Eisenschmidt
Ich kenne diese Situation. Ich versuche in solchen Fällen auf meine Protagonisten zu hören und erzähle ihre Geschichte. Allerdings schadet es nicht, mehrere Versionen zu haben.

Wäre ich an deiner Stelle, würde ich zuerst dem neuen Verlauf nachgeben. Steckst du später doch fest, wähle einen neuen Ablauf, vielleicht auch den ursprünglichen.
Vor 554 Tagen