Zu Risiken und Nebenwirkungen...

...fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Den Spruch kennt jeder, wird einem ja bei Medikamentenwerbung dauernd um die Ohren gehauen. Dass einem der Arzt beratend zur Seite steht, das erwarte ich auch und wenn ich von der netten Apothekerin bezüglich eines Medikamentes etwas wissen möchte, dann erwarte ich auch hier eine Auskunft. Aber müssen einem die Damen denn zu jedem gekauften Medikament einen halben Roman erzählen, selbst wenn man nicht nachfragt?

Ich: "Grüß Gott, ich hätte gerne eine Packung Rennie, die 36er Packung."

Apothekerin: "Rennie gegen Sodbrennen?"

Ich: "Ja, gibt´s Rennie denn auch schon gegen Kopfschmerzen?"

Apothekerin schaut mich verständnislos an und lächelt etwas dümmlich.

Apothekerin: "Sie wissen, wie sie die einnehmen müssen?"

Ich: "Ja, oral."

Apothekerin: "Ich meine, wie oft und wann."

Ich: "Ich kann mir vorstellen, dass man die einnimmt, wenn man Sodbrennen hat. Wird wohl auch auf der Packungsbeilage stehen in welcher Dosierung, oder?"

Apothekerin: "Ja! Also, die müssen sie immer dann einnehmen, wenn sie Sodbrennen haben."

Ich: "Ach was?"

Apothekerin: "Aber die dürfen sie nicht zu lange nehmen..."

Ich unterbreche: "Soll ich Ihnen mal was sagen? Die sind gar nicht für mich."

Apothekerin: "Ach so! Sie bringen die nur jemandem mit."

Ich: "Richtig!"

Apothekerin: "Kennt sich derjenige denn damit aus?"

Ich: "Ja!"

Apothekerin: "Rennie sollte man nicht zu lange einnehmen..."

Ich: "Aber..." Apothekerin: "...wenn das Sodbrennen dauerhaft ist,..." Ich: "Er kennt sich aus!!!"  Apothekerin: "...dann muss ein Arzt aufgesucht werden. Rennie hat...."

WARUM IMMER ICH???

 

Über den Texter

Die Blognotiz Zu Risiken und Nebenwirkungen... wurde verfasst und auf texter.me veröffentlicht von Holger Schossig (Redakteur). Mehr Infos über Holger Schossig gibt es im Branchenverzeichnis: Holger Schossig - Online-Redakteur, Texter, Autor, eingetragen in der Kategorie Online-Redakteure.
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Kommentare 

 
#10 Nicola Dülk 2010-07-28 15:28
^^ Ich kenne das aus anderen Branchen.

Aber zu meiner Apotheke muss ich sagen das dort nur wirklich professionelle Mitarbeiter sind.Ich bin seit Jahren Kundin dort. Selbst wenn meine Kinder krank sind und ich nicht aus dem Haus kann, bringt man mir die Medikamente nach Hause, und holt sogar das Rezept beim Arzt für mich ab.

Ok nach dem obigen Wortlaut, etwas amüsant.^^
Dennoch müssen die Apotheker einen auf alles Hinweisen. Machen die es nicht, und ein Kunde erleidet dadurch Schaden, also durch das Medikament, sind die die Dummen. So kommen diese ihrer Sorgfaltspflich t nach. Denn wenn was schief geht, macht der Kunde immer Arzt und Apotheker verantwortlich. Weil er selber ja niiiie einen Fehler machen würde. ;-)

Was den Hausarzt angeht, so haben wir das Glück einen kompetenten erwischt zu haben. Selber Familienvater, betreut er mich und meine Kinder, sogar zu hause, wenn wir selber nicht kommen ( erscheinen) können. Er arbeitet eng mit unserem Kinderarzt zusammen, der leider mehr als 20 km entfernt wohnt. Meine Kinder benötigen wegen Asthma leider einen Facharzt für Allergie und Lungen. :-(
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#9 Cora K. 2010-07-27 12:08
Ich wurde früher auch mit dem kleinsten grippalen Infekt zum Hausarzt geschickt. Dann gab es ein paar Tabletten und zwei Tage Schulfrei. Toll. Heute habe ich gar keinen Hausarzt mehr.

Erstaunlich finde ich, dass die vielen Volkskrankheite n vor ein paar Jahrzehnten scheinbar nur am Rande existierten. Der weiterhin drastische Anstieg an Diabeteserkrank ungen wird heute etwa auf Fast Food, Bewegungsmangel und Übergewicht zurück geführt. So frisst man sich fett & krank.
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#8 Bettina Eisenschmidt 2010-07-27 11:06
Das stimmt. Wer ernsthaft erkrankt, darf sich glücklich schätzen, einen kompetenten Arzt zu finden / zu haben. Doch heute sind viele so verweichlicht und verunsichert, dass jeder kleinste Schnupfen vorstellig wird. Über die Kosten für das Gesundheitssyst em beschwert sich indessen genau dieses Klientel. Aber das würde jetzt zu weit führen. ;-)
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#7 Cora K. 2010-07-27 04:01
Nicht jedes Wehwehchen muss dem Arzt vorgestellt werden. Früher schrubbten sich die Jungs etwa noch in der Badewanne den Schmutz aus dem Knie - heute müssen sie deshalb in die Notaufnahme. Trotzdem ist man, wenn man schon einmal so richtig krank war, über jeden kompetenten Mediziner froh ;-)
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#6 Bettina Eisenschmidt 2010-07-26 18:49
Ich bin auch nicht für übereile Arztbesuche. Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal bei einem Arzt gewesen wäre. Zudem weiß ich bei den meisten Erkältungen doch sehr genau, welche Hausmittelchen bei mir gut wirken. Zwiebelkompress e, Hustentee, Inhalationen, Waden- oder Pulswickel etc. Diese Maßnahmen helfen besser als jedes Grippostad und wie der ganze Dreck sich schimpft. Die Chemie macht nur extra krank.
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#5 Christian 2010-07-26 18:44
lieber zu spät, als zu einem arzt gehen. so einfach ist das. der arzt, dem ich vertraue, muss erst einmal geboren werden. ich habe lange mit 2 angehenden medizinern zusammengewohnt . ich weiß, was die so im studium machen, fast nur mist. solchen leuten möchte ich mich wirklich nicht anvertrauen. hinzu kommen schlechte erfahrungen mit medizinern als handlanger der gesundheitsindu strie.

ich bin mein eigener arzt & heilpraktiker und damit bisher sehr gut gefahren.
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#4 Bettina Eisenschmidt 2010-07-26 18:38
Sehr schöner Beitrag, ich bin amüsiert!

Eine übereifrige Apothekerin strapazierte im Frühjahr meine Geduld. Ich wollte für meinen Mann Lutschtabletten gegen Halsschmerzen beschaffen und erhielt einen 10minütigen Vortrag, der bis zur Herzinsuffizien z führte. Er behandelte auch, dass Männer sich "ja grundsätzlich vor dem Arzt scheuen würden, bis es fast zu spät" sei. :D
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#3 Sandra 2010-07-26 14:23
Klasse - einfach herrlich lustig :-)
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#2 Christian 2010-07-26 14:09
Haha, ich war neulich in der Apotheke, wollte was kaufen, was mir eigentlich eher unangenehm (nein, kein Klistier :D). Die Apotheke war dann zum Glück leer, aber gerade als ich bestellte, kam jemand rein. War ein Mädel, so 23–25. Sie ging an die zweite Kasse und murmelte "Einen Schwangerschaft stest bitte", wobei sie ganz rot wurde. Hatte bestimmt a) ein nettes Wochenende gehabt und b) ebenso gehofft, dass niemand weiter in der Apotheke sei.

Ps: Na ja, hätte sie ein nettes Wochenende gehabt, hätte sie bestimmt eher ne Pille danach geholt, auf Rezept.
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#1 Gottfried Gas 2010-07-26 08:39
Ich liebe die Apotheker und -innen auch. Es gibt so herrlich inkompetente Exemplare. Manchmal richtig ärgerlich. Deine Geschichte ist ja wenigstens im Nachhinein amüsant.
Gott sei Dank gibt's aber auch andere - wie halt überall.
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