Neue Rechtschreibung in der 1. Klasse...
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Hallo Zusammen, irgendwo muss ich grade mal meinen Frust loslassen! Mein Neffe besucht die 1. Klasse! Dort lernen Sie schreiben und lesen.... aber wie sie das lernen ist für mich absolut unfassbar!
Die Kinder sollen Wörter so schreiben wie sie denken dass sie geschrieben werden, also es wird in der ersten Klasse nicht auf die Rechtschreibung geachtet sondern wenn ein Kind denkt dass man den Falken mit "V" schreibt dann ist das in Ordnung!
Mein Neffe hat mir einen Brief geschrieben der so anfing,
halo onkl ... ich lerne schraibn unt hab mier gedachd ich schraib dir....
Ist zwar wirklich süß so einen Brief zu erhalten, aber ich finde es den puren Schwachsinn, dass die Kinder das Schreiben erst falsch lernen um es dann in der 2. und 3. Klasse richtig zu lernen... wo ist denn da der Sinn an der Sache außer das man die Kinder zusätzlich verwirrt!? Nächstes Jahr schreibt man dann den Falken auf einmal doch nicht mit "V" aber im Jahr zuvor war das richtig....!
Da soll sich nochmal einer wundern, dass unsere Kinder nicht richtig schreiben können!
Was denkt Ihr dazu?
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Über den Texter
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Die Blognotiz Neue Rechtschreibung in der 1. Klasse... wurde verfasst und auf texter.me veröffentlicht von JupiterFred.
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Kommentare
Wohin soll das noch führen?
Solange das also in der nächsten Stunde bearbeitet wird, soll es mir recht sein. Ansonsten wäre mir das auch nicht so koscher. Ich weiß ja von mir selbst, wenn erstmal irgendwo sich nen Fehler dauerhaft eingeschlichen hat, wird man den nicht so einfach wieder los.
Das Problem ist meist, dass solche "alternativen" Methoden nicht in ein Gesamtkonzept eingebunden sind und von unausgebildeten Pädagogen so mit reingeschoben werden und dann passieren genau solche Sachen und die ganze Methodik gerät in Verruf.
Klar, sagt man toll gemacht und freut sich über Eigeninitiative . Aber sowas gibt sich doch nicht von selbst, ohne irgendwie Einfluss drauf zu nehmen.
Beim Dialekt muss ich Rico Recht geben. Bei uns werden viele Silben und Buchstaben einfach verschluckt. Die schreibt man dann eben auch nicht, weil man sie nicht "hört"
Oft gehts auch nicht über 3 Wort Sätze hinaus ;)
Ist für mich unlogisch und ich würde meine Kids niemals auf solch eine Schule schicken.
Übrigens hat meine Tochter direkt richtig schreiben gelernt, gerne und ohne Frust und schreibt heute auch tolle Geschichten.
Kreativität, Motivation und Fantasie kann man anders erlernen, statt Wörter falsch zu schreiben und später richtig.
Zitat:
Ja, was Rechtschreibung , Mathematik, Chemie etc.pp. angeht schon, denn das ist ebenso wie es ist und hat mit Fantasie recht wenig zu tun.
Aber das ist sicherlich alles Ansichtssache, wie viele andere Dinge in unserem Schulsystem auch.
Liebe Grüße
Julia
Und das obige Beispiel hat's so extrem doch garantiert nicht gegeben. Da konnte ich ja im Kindergarten besser schreiben.
süß. Ich denke auch, dass das ein guter Ansatz ist, die Kinder zum freiwilligen Schreiben und Lesen zu bringen und eventuelle Hemmungen zu nehmen, sie lernen auch genau hinzuhören, wie ein Wort gesprochen wird, im Deutschen funktioniert das ja einigermaßen in anderen Sprachen überhaupt nich.
Wie Marcus schon sagt, bleibt ihnen die Frustration des "Das hast Du falsch geschrieben" erspart. Von etwas Falschem lernen kann ohnehin keine Rede sein, denn: Es sagt kein Lehrer: Wenn Du Falke mit V schreibst, ist das richtig - es wird eben einfach nur nicht korrigiert, zumindest solange nicht, bis das Kind nachfragt, ob es das Wort denn richtig geschrieben hat (und das tun sie ziemlich früh)
Muss den Lernen immer Vorgebetetes nachmachen sein? Diese Art, die Buchstaben und Wörter zu lernen, erfordert Eigeninitiative . Die Kinder, von denen Du sprichst, sind genau die, die in der Schule saßen und seitenweise Wörter und Buchstaben ABgemalt haben. Da vergeht doch jede Lust aufs Schreiben und - was noch viel schwerer wiegt - aufs selbst entdecken und sich entwickeln.
Mein Sohn geht auf eine Schule, auf der nach diesen Prinzipien gelernt wird und was soll ich sagen: Der Anteil der Kinder, die anschließend aufs Gymnasium wechselt, ist überdurchschnit tlich hoch, schon in der ersten Klasse verfassen sie eigene Märchen ... es gibt ein ganzes Buch dazu und besonders viele Rechtschreibfeh ler hab ich darin nicht entdeckt ...
Ich finde, das ist genauso wie mit autoritärer und antiautoritärer Erziehung: Beides schießt über das Ziel hinaus.
In der Schule, so scheint es mir oft, torkeln die mit ihren Richtlinien von einem Extrem ins andere. Je nachdem, wer sich in den Sesselpupsersit zungen gerade durchsetzt.
Ich komm jetzt nicht mit dem: Früher war alles besser! Aber ich seh im aktuellen Schulsystem auch keine Verbesserung für die Kinder
Zudem ist positiv, dass man so die Fehler allgemein erstmal ansprechen kann und sich nicht jeder selbst betroffen fühlen muss, wenn das ganze Blatt rot ist...!
Andererseits sind das die ersten Spuren richtig wichtig, aber ob das jetzt sooo wichtig ist, weil sich die ja verbessern...! Wichtig ist ja erstmal, die Buchstaben zu kennen, Spaß am Lesen und Schreiben zu bekommen und das ist ja der Fall - die verwenden ihr Wissen für sich im privaten Bereich! Das ist nicht irgendwas für die Schule ....!
Ich würde sagen, dass es nicht ganz so falsch ist, auch wenn es erstmal erschrecken wirkt! Aber mei, schauen wir mal die Sachen an, die man selbst so in der Schule falsch gemacht hat....! Ich denke, da sind die positiven Aspekte viel wichtiger als eine einwandfreie Rechtschreibung ! Vor allem, weil niemand frustriert wird und womöglich als Analphabet dem ABC den Rücken kehrt...!