Neue Rechtschreibung in der 1. Klasse...

Hallo Zusammen, irgendwo muss ich grade mal meinen Frust loslassen! Mein Neffe besucht die 1. Klasse! Dort lernen Sie schreiben und lesen.... aber wie sie das lernen ist für mich absolut unfassbar!

 

Die Kinder sollen Wörter so schreiben wie sie denken dass sie geschrieben werden, also es wird in der ersten Klasse nicht auf die Rechtschreibung geachtet sondern wenn ein Kind denkt dass man den Falken mit "V" schreibt dann ist das in Ordnung!

 

Mein Neffe hat mir einen Brief geschrieben der so anfing,

 

halo onkl ... ich lerne schraibn unt hab mier gedachd ich schraib dir....

 

Ist zwar wirklich süß so einen Brief zu erhalten, aber ich finde es den puren Schwachsinn, dass die Kinder das Schreiben erst falsch lernen um es dann in der 2. und 3. Klasse richtig zu lernen... wo ist denn da der Sinn an der Sache außer das man die Kinder zusätzlich verwirrt!? Nächstes Jahr schreibt man dann den Falken auf einmal doch nicht mit "V" aber im Jahr zuvor war das richtig....!

 

Da soll sich nochmal einer wundern, dass unsere Kinder nicht richtig schreiben können!

 

Was denkt Ihr dazu?

 


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Über den Texter


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Die Blognotiz Neue Rechtschreibung in der 1. Klasse... wurde verfasst und auf texter.me veröffentlicht von JupiterFred.
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Kommentare 

 
#14 Heike Stopp 2012-06-02 11:05
Gut, wenn die Kinder überhaupt irgendwann Rechtschreibung und Grammatik lernen. Mein Sohn besucht mit 12 die 6. Klasse einer Mittelschule. Dort achtet man fast gar nicht auf Rechtschreibung und Grammatik. Ich bin der Meinung, die Lehrer wissen selbst nicht, was korrekt ist oder können es nicht ausreichend erklären/begründen. Mein Sohn schreibt für meine Begriffe wie ein Analphabet, heute schreiben so, morgen Schraiben so oder auch mal schuhle.... es interessiert keinen!! Und dabei bin ich echt Perfektionist, was Deutsch angeht und bekomme immer zu hören, die anderen schreiben noch schlechter, denen hätte man drei Sechsen als Zensur geben müssen. Dabei sehen die Texte auch bei meinem Sohn aus als würden sie, pardon liebe Ausländer, nicht von Deutschen geschrieben - echt. Lest mal die Foren Jugendlicher, da habt ihr diese Sprache, dieses Kauderwelsch, was keiner verstehen oder lesen kann (jedenfalls von uns Textern kaum). Mir tut das furchtbar leid, wir erziehen uns Generationen von Analphabeten heran. Und wir Texter werden nicht arbeitslos, denn wir haben keine wirklichen Nachfolger!!!!! !!

Wohin soll das noch führen?
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#13 Stefanie M. 2011-06-03 12:01
Ich kann noch nicht viel mitreden, meine Tochter kommt erst im August in die Schule. Ich weiß aber von einer anderen Mutter, dass das auf unserer Schule auch so gemacht wird. Sie lernen natürlich alle Buchstaben und sollen so schreiben, wie sie hören. Wir Eltern dürfen erstmal nicht verbessern bei den Hausaufgaben. ABER: im nächsten Unterricht werden die Dinge dann besprochen und gemeinsam korrigiert. Es wird halt nicht geschimpft oder so.

Solange das also in der nächsten Stunde bearbeitet wird, soll es mir recht sein. Ansonsten wäre mir das auch nicht so koscher. Ich weiß ja von mir selbst, wenn erstmal irgendwo sich nen Fehler dauerhaft eingeschlichen hat, wird man den nicht so einfach wieder los.
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#12 Dagmar Thiemann 2011-06-03 11:48
Vor ungefähr 15 Jahren machte man das mit meiner Tochter auch so ... eine völlig blödsinnige Methode: Erst werden die Kinder 2-3 Jahre für jedes Geschreibsel gelobt, dann erfahren Sie, dass das alles, was sie sich angewöhnt haben, komplett falsch ist. Im Jahrgang meiner Tochter haben nur die sehr Sprachbegabten den Sprung geschafft ... die meisten blieben auf der Strecke. Die Rechtschreibung der Generation ist nachweislich katastrophal und kaum geeignet für eine Anwendung im Berufsleben. Was mich jetzt total schockt ist, dass, nachdem man das damals als "neu" an der Generation ausprobiert hat und merkte, dass es nicht funktioniert, es heute immer noch so gemacht wird! Die Kinder brauchen klare Rechtschreibvor gaben, die sie ein für alle Male lernen können. Wehren Sie sich als Eltern, wenn Sie können, gegen das Konzept. Vielleicht können Sie Studien zum Misserfolg der Methode recherchieren oder ähnliches, um die Lehrer davon abzubringen. Viel Glück!
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#11 Alexandra Wagner 2011-05-12 16:18
Außerdem schätz ich mal, dass viele Kinder - egal WIE sie schreiben lernen in der ersten Klasse so schreiben
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#10 Alexandra Wagner 2011-05-12 16:16
Zitat:
Was die Motivation der Kinder angeht, finde ich den Ansatz überlegenswert. Nur wollten meine Jungs schätzungsweise 5 Jahre lang nicht einsehen, dass sie dann auf einmal richtig schreiben sollten.


Das Problem ist meist, dass solche "alternativen" Methoden nicht in ein Gesamtkonzept eingebunden sind und von unausgebildeten Pädagogen so mit reingeschoben werden und dann passieren genau solche Sachen und die ganze Methodik gerät in Verruf.
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#9 Rico Werner 2011-05-12 16:10
... und wenn ich erst an Schwäbisch denke: haschte, machschte, tuschte. Das geht ja nun wirklich nicht. :D
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#8 Anja Bergler 2011-05-12 16:04
Na nehmen wir mal an, der Satz oben stimmt und das Kind schreibt wirklich so.

Klar, sagt man toll gemacht und freut sich über Eigeninitiative . Aber sowas gibt sich doch nicht von selbst, ohne irgendwie Einfluss drauf zu nehmen.

Beim Dialekt muss ich Rico Recht geben. Bei uns werden viele Silben und Buchstaben einfach verschluckt. Die schreibt man dann eben auch nicht, weil man sie nicht "hört"

Oft gehts auch nicht über 3 Wort Sätze hinaus ;)
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#7 Julia Weise-Holtgräwe 2011-05-12 15:23
Ich halte von dieser Methode überhaupt nichts. Das wäre ja genauso, wenn Kinder statt rechnen, erst einmal schätzen dürfen wie viel 5+5 sind. Wieso soll man die Rechtschreibung nicht direkt so lernen wie sie auch richtig ist?
Ist für mich unlogisch und ich würde meine Kids niemals auf solch eine Schule schicken.
Übrigens hat meine Tochter direkt richtig schreiben gelernt, gerne und ohne Frust und schreibt heute auch tolle Geschichten.
Kreativität, Motivation und Fantasie kann man anders erlernen, statt Wörter falsch zu schreiben und später richtig.
Zitat:
Muss den Lernen immer Vorgebetetes nachmachen sein?

Ja, was Rechtschreibung , Mathematik, Chemie etc.pp. angeht schon, denn das ist ebenso wie es ist und hat mit Fantasie recht wenig zu tun.
Aber das ist sicherlich alles Ansichtssache, wie viele andere Dinge in unserem Schulsystem auch.
Liebe Grüße
Julia
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#6 Rico Werner 2011-05-12 14:37
Ich persönlich kann mir das nicht so richtig vorstellen, aber ich hab auch keinen Einblick in den derzeitigen Schulbetrieb. Wenn ich aber manch Dialekt höre und mir dann vorstelle, man schreibt, wie man hört oder spricht - wie sieht das denn dann aus? ;)

Und das obige Beispiel hat's so extrem doch garantiert nicht gegeben. Da konnte ich ja im Kindergarten besser schreiben. :-)
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#5 Jana C. P. 2011-05-12 14:26
zitiere Alexandra Wagner:

schon in der ersten Klasse verfassen sie eigene Märchen ... es gibt ein ganzes Buch dazu und besonders viele Rechtschreibfeh ler hab ich darin nicht entdeckt ...

süß. Ich denke auch, dass das ein guter Ansatz ist, die Kinder zum freiwilligen Schreiben und Lesen zu bringen und eventuelle Hemmungen zu nehmen, sie lernen auch genau hinzuhören, wie ein Wort gesprochen wird, im Deutschen funktioniert das ja einigermaßen in anderen Sprachen überhaupt nich.
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#4 Alexandra Wagner 2011-05-12 14:14
Man merkt, dass Du Dich mit dieser Art zu lernen noch nicht wirklich befasst hast. Es funktioniert im Prinzip so: Die Kinder können frei und ohne Einschränkungen so schreiben wie sie hören und erst einmal dieses weite Feld entdecken und darin experimentieren .

Wie Marcus schon sagt, bleibt ihnen die Frustration des "Das hast Du falsch geschrieben" erspart. Von etwas Falschem lernen kann ohnehin keine Rede sein, denn: Es sagt kein Lehrer: Wenn Du Falke mit V schreibst, ist das richtig - es wird eben einfach nur nicht korrigiert, zumindest solange nicht, bis das Kind nachfragt, ob es das Wort denn richtig geschrieben hat (und das tun sie ziemlich früh)

Muss den Lernen immer Vorgebetetes nachmachen sein? Diese Art, die Buchstaben und Wörter zu lernen, erfordert Eigeninitiative . Die Kinder, von denen Du sprichst, sind genau die, die in der Schule saßen und seitenweise Wörter und Buchstaben ABgemalt haben. Da vergeht doch jede Lust aufs Schreiben und - was noch viel schwerer wiegt - aufs selbst entdecken und sich entwickeln.

Mein Sohn geht auf eine Schule, auf der nach diesen Prinzipien gelernt wird und was soll ich sagen: Der Anteil der Kinder, die anschließend aufs Gymnasium wechselt, ist überdurchschnit tlich hoch, schon in der ersten Klasse verfassen sie eigene Märchen ... es gibt ein ganzes Buch dazu und besonders viele Rechtschreibfeh ler hab ich darin nicht entdeckt ...
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#3 Ursula Martens 2011-05-12 14:10
Was die Motivation der Kinder angeht, finde ich den Ansatz überlegenswert. Nur wollten meine Jungs schätzungsweise 5 Jahre lang nicht einsehen, dass sie dann auf einmal richtig schreiben sollten.

Ich finde, das ist genauso wie mit autoritärer und antiautoritärer Erziehung: Beides schießt über das Ziel hinaus.
In der Schule, so scheint es mir oft, torkeln die mit ihren Richtlinien von einem Extrem ins andere. Je nachdem, wer sich in den Sesselpupsersit zungen gerade durchsetzt.
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#2 Anja Bergler 2011-05-12 14:05
Na dann sind die Schüler halt in der 3. Klasse gefrustet, wenn plötzlich das ganze Blatt rot ist. Ich weiß nicht, warum man die Schüler immer so mit Samthandschuhen anfassen muss. Wir haben von Anfang an richtig schreiben gelernt, wars so schlecht? Nö!

Ich komm jetzt nicht mit dem: Früher war alles besser! Aber ich seh im aktuellen Schulsystem auch keine Verbesserung für die Kinder
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#1 Marcus Schweizer 2011-05-12 13:45
Kann man so oder so sehen! Einerseits finde ich es gut, denn so bekommen die Kinder nicht gleich wüste Kritik in der 1. Klasse an den Kopf geschmissen...! Zusätzlich vermittelt das einen ersten Eindruck, ein Gefühl für die Sprache und Schrift ohne Frust...!
Zudem ist positiv, dass man so die Fehler allgemein erstmal ansprechen kann und sich nicht jeder selbst betroffen fühlen muss, wenn das ganze Blatt rot ist...!

Andererseits sind das die ersten Spuren richtig wichtig, aber ob das jetzt sooo wichtig ist, weil sich die ja verbessern...! Wichtig ist ja erstmal, die Buchstaben zu kennen, Spaß am Lesen und Schreiben zu bekommen und das ist ja der Fall - die verwenden ihr Wissen für sich im privaten Bereich! Das ist nicht irgendwas für die Schule ....!

Ich würde sagen, dass es nicht ganz so falsch ist, auch wenn es erstmal erschrecken wirkt! Aber mei, schauen wir mal die Sachen an, die man selbst so in der Schule falsch gemacht hat....! Ich denke, da sind die positiven Aspekte viel wichtiger als eine einwandfreie Rechtschreibung ! Vor allem, weil niemand frustriert wird und womöglich als Analphabet dem ABC den Rücken kehrt...!
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